Sanierung der L 309: Umfangreiche Bauarbeiten, Vollsperrungen und Auswirkungen auf Verkehr und Anwohner

Die Sanierung von Verkehrsinfrastruktur ist ein zentraler Bestandteil der Instandhaltung von Landesstraßen in Deutschland. Aktuell betrifft dies die Landesstraße 309 (L 309), die in verschiedenen Abschnitten umfassenden Erneuerungsarbeiten unterzogen wird. Diese Maßnahmen sind für Anwohner, Pendler und die regionale Wirtschaft von großer Bedeutung. Basierend auf den vorliegenden Informationen aus amtlichen Mitteilungen und regionalen Berichten beleuchtet dieser Artikel die Details der Baumaßnahmen, die technischen Aspekte der Sanierung, die Verkehrsumleitungen sowie die finanziellen und organisatorischen Rahmenbedingungen.

Aktuelle Sanierungsmaßnahmen in Schleswig-Holstein

Der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH) führt seit dem 19. Mai 2025 die letzte Etappe der Sanierung der L 309 zwischen Süsel und Lehmkamp durch. Diese Arbeiten markieren den Abschluss einer umfassenden Erneuerung, die im Oktober 2024 begann.

Dritter Bauabschnitt und Zeitplan

Ab dem 19. Mai 2025 begannen die Arbeiten im dritten und letzten Abschnitt zwischen der Wasserskianlage Süsel und Lehmkamp. Dieser Abschnitt umfasst nicht nur die Fahrbahn, sondern auch den begleitenden Radweg. Die Gesamtfertigstellung aller drei Abschnitte wird voraussichtlich Mitte Juli 2025 erwartet.

Die Entscheidung, die Arbeiten unter Vollsperrung durchzuführen, basiert auf den Anforderungen an die Verkehrssicherheit, den Arbeitsschutz und die Gewährleistung der Bauqualität. Während Anwohner ihre Grundstücke in der Regel mit Fahrzeugen erreichen können, ist dies während der kritischen Phasen der Fräs- und Asphaltarbeiten teilweise nicht möglich. Die Baufirma informiert die betroffenen Anwohner über diese Einschränkungen rechtzeitig per Hauswurfzettel.

Verkehrsführung im Detail

Die Verkehrsumleitung für die Vollsperrung im dritten Bauabschnitt ist wie folgt geregelt: * Richtung Süsel: Die Umleitung führt von Lehmkamp über die B 432 bei Pönitz, weiter Richtung Ahrensbök und bei Untersteenrade auf die K 55 zur B 76 Eutin. Von dort geht es zurück nach Süsel. * Richtung Lehmkamp: Die Route verläuft entsprechend umgekehrt.

Vorgeschichte: Bauabschnitte 1 und 2

Die Sanierung der L 309 zwischen Süsel und Lehmkamp erfolgt in drei Abschnitten, um die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. * Erster Bauabschnitt: Zwischen der Kreuzung „Am Süseler Baum“ und der nördlichen Anschlussrampe zur B 76 in Höhe „Musenredder“. Die Arbeiten hier begannen am 17. Oktober 2024 und dauerten bis Ende 2024. Die Vollsperrung für diesen Abschnitt wurde am 4. April 2025 aufgehoben. Restarbeiten (Beschilderung, Markierungen) führten zu geringen Verkehrseinschränkungen. * Zweiter Bauabschnitt: Dieser Abschnitt liegt zwischen „Musenredder“ und dem Parkplatz der Wasserskianlage. Die Arbeiten begannen am 7. April 2025 und sollten voraussichtlich bis Mitte Mai 2025 andauern. Die Vollsperrung für diesen Abschnitt wurde am 19. Mai aufgehoben, wobei restliche Pflasterarbeiten am Radweg noch zu geringen Verkehrseinschränkungen führen können.

Radverkehrsumleitung

Während der gesamten Baumaßnahme von Oktober 2024 bis Mai 2025 (und teilweise darüber hinaus) ist für den Radverkehr eine spezielle Umleitung eingerichtet. Diese führt ab Süsel über die Neustädter Straße sowie den Lehmkamper Weg bis Lehmkamp und umgekehrt.

Kosten der Maßnahme

Die Gesamtkosten für die Erneuerung der L 309 zwischen Süsel und Lehmkamp belaufen sich auf rund drei Millionen Euro. Diese Kosten werden vollständig vom Land Schleswig-Holstein getragen.

Sanierung in Rheinland-Pfalz: Abschnitt zwischen Hillscheid und Neuhäusel

Parallel zu den Arbeiten in Schleswig-Holstein finden umfangreiche Sanierungsarbeiten auf der L 309 zwischen Hillscheid und Neuhäusel in Rheinland-Pfalz statt. Diese Maßnahme ist ebenfalls von hoher Relevanz für die regionale Infrastruktur.

Geplante Arbeiten und Umfang

Ab Mitte November 2024 begannen die Arbeiten auf einer Länge von etwa 1.370 Metern. Ziel der Maßnahmen ist die Verbesserung der Verkehrssicherheit und die Erhaltung der Straßeninfrastruktur. Der Umfang der Arbeiten ist beachtlich und umfasst: * Asphalterneuerung: Der Asphalt wird erneuert und verstärkt. * Setzungsbeseitigung: Talseitige Setzungen werden beseitigt. * Entwässerungssystem: Das Entwässerungssystem wird saniert. * Durchlass am Kalterbach: Ein wichtiger Bestandteil ist die Erneuerung des Durchlasses am Kalterbach, der durch neue Betonfertigteile ersetzt wird. * Schutzeinrichtungen: Schutzplanken und Leitpfosten werden erneuert.

Zeitplan und Dauer

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich acht Monate in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit ist die Straße für den Durchgangsverkehr vollständig gesperrt.

Verkehrsumleitungen in Rheinland-Pfalz

Für die Umfahrung des gesperrten Abschnitts werden zwei alternative Strecken eingerichtet: 1. Erste Umleitung: Führt über die Bundesstraße 49 von Neuhäusel über Horressen, Elgendorf, Hilgert und Höhr-Grenzhausen bis nach Hillscheid. 2. Zweite Umleitung: Verläuft über die Landesstraße 309 und die Bundesstraße 42 von Hillscheid über Vallendar und Ehrenbreitstein bis nach Neuhäusel.

Kostenfinanzierung

Die Gesamtkosten für diese Baumaßnahme belaufen sich auf rund 1,6 Millionen Euro. Diese werden vollständig vom Land Rheinland-Pfalz getragen.

Ergänzende Maßnahmen: Radwegsanierung

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Sanierung betrifft den Radweg entlang der L 309 zwischen den Orten Pönitz, Ekelsdorf und Lehmkamp.

Details zur Radwegsanierung

Am 30. September beginnen die Arbeiten zur Erneuerung des beschädigten Radwegs. Vorausgesetzt, das Bauwetter spielt mit, wird die Baumaßnahme Ende November 2025 fertiggestellt. Die Arbeiten können aus Gründen der Verkehrssicherheit, des Arbeitsschutzes und der Bauqualität nur unter Vollsperrung des Radweges und zeitweiser, partieller Einengung der Fahrbahn durchgeführt werden.

Verkehrsführung und Anwohnerinformation

Der Radverkehr wird während der Bauzeit auf der Fahrbahn mitgeführt. Die in der Baustrecke liegenden Hausgrundstücke sind weitestgehend erreichbar. Während der Fräsarbeiten und des Asphalteinbaues ist die Erreichbarkeit jedoch nicht immer möglich. Die genauen Termine werden den Anliegern von der Baufirma vor Ort rechtzeitig via Wurfzettel bekannt gegeben. Anwohnerfahrzeuge sollten dann außerhalb der Sperrbereiche geparkt werden.

Kosten

Die Kosten der Fahrbahn- und Radwegerneuerung betragen rund 900.000 Euro.

Koordination und Abstimmung

Die Durchführung von Vollsperrungen und Umleitungen erfordert eine enge Abstimmung mit den zuständigen Behörden. Bei den beschriebenen Maßnahmen wurde die Verkehrsführung mit der Polizei, den Verkehrsbehörden, den Kreisen, Ämtern, Gemeinden und den Buslinienbetreibern abgestimmt. Diese Koordination ist entscheidend, um Staus, Unfälle und unnötige Belastungen für die Anwohner so gering wie möglich zu halten.

Fazit

Die Sanierung der L 309 stellt eine wesentliche Investition in die Verkehrsinfrastruktur dar, die sowohl in Schleswig-Holstein als auch in Rheinland-Pfalz stattfindet. Die Maßnahmen umfassen die Erneuerung von Fahrbahnen, Radwegen, Entwässerungssystemen und Brücken sowie die Beseitigung von Setzungen. Obwohl die Vollsperrungen zu erheblichen Umleitungen führen, sind diese notwendig, um die Qualität und Langlebigkeit der Straße zu gewährleisten und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Die finanzielle Unterstützung durch die Länder und die enge Abstimmung mit den Behörden unterstreichen die Bedeutung dieser Projekte. Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bleibt abzuwarten, bis die Arbeiten abgeschlossen sind und die Verkehrswege wieder wie gewohnt genutzt werden können.

Quellen

  1. ln-online.de
  2. ww-kurier.de
  3. schleswig-holstein.de
  4. der-reporter.de
  5. schleswig-holstein.de
  6. gdi-sh.de
  7. 56aktuell.de

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